Konferenz über Corporate Governance im Jahr 2030 verbindet den öffentlichen Sektor mit der Wirtschaft
Mehr als 80 Unternehmensvertreter nahmen an der Konferenz „Unternehmensführung im Jahr 2030“ teil, die gemeinsam vom Verband für nachhaltiges Wirtschaften und dem Informationsportal CSRD.cz organisiert wurde. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die zentralen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel und deren Auswirkungen auf die strategische Führung von Unternehmen.
Vernetzung wichtiger Akteure im Bereich der Nachhaltigkeit
Die Konferenz bot einen Raum für den Dialog zwischen dem öffentlichen Sektor, gemeinnützigen Organisationen und Unternehmen. In seiner Eröffnungsrede betonte Umweltminister Petr Hladík, dass die Tschechische Republik auf einem guten Weg sei, aber noch Reserven habe, zum Beispiel im Bereich der Kreislaufwirtschaft. Josef Schwarz von der Vertretung der Europäischen Kommission bot den Unternehmen die Möglichkeit, an den Diskussionen über neue Strategie- und Gesetzesvorschläge teilzunehmen.
Die Konferenz umfasste auch Präsentationen anderer wichtiger Akteure, die den rechtlichen Rahmen für tschechische Unternehmen mitgestalten. Michaela Chaloupková von der ČEZ lud den Hauptredner Ondráš Přibyla in das neue Beraterteam der ČEZ-Gruppe ein. Auf der Konferenz stellte Pribyla den Atlas der Dekarbonisierung vor und erläuterte die wichtigsten Hindernisse für diesen Prozess.
Verknüpfung von Klimastrategie und Unternehmensrisikomanagement
Martin Breyl, CEO von RESPECT, betonte die Notwendigkeit eines proaktiven Ansatzes bei ESG-Risiken: „ESG ist nicht nur eine Frage der Berichterstattung und der Einhaltung von Gesetzen. Es geht darum, neue Geschäftsmöglichkeiten zu erkennen und Risiken zu bewältigen, die sich in den nächsten zehn Jahren erheblich auf den Wert des Unternehmens auswirken könnten. Klimarisiken werden zu einem integralen Bestandteil der Unternehmensrealität, was die Überschwemmungen des letzten Jahres mit Schäden in Höhe von 70 Milliarden CZK deutlich gezeigt haben. Wir von RESPECT helfen Unternehmen, diese Risiken in ihr strategisches Management zu integrieren, denn unabhängig von der aktuellen Gesetzgebung oder einer Lockerung der ESG-Berichterstattung verschwinden die Risiken selbst nicht. Der Schlüssel dazu ist die Verknüpfung von Klimarisikodaten mit spezifischen Geschäftsauswirkungen und Versicherungsschutz - ein Bereich, in dem wir tschechischen Unternehmen unser Fachwissen zur Verfügung stellen“, so Breyl.
Die Konferenzteilnehmer einigten sich auf mehrere Kernpunkte:
➡️ Der Klimawandel und der Verlust der biologischen Vielfalt sind unbestreitbare Tatsachen, die beim Umgang mit Risiken berücksichtigt und in das strategische Management von Unternehmen einbezogen werden müssen.
➡️ Daten sind nach wie vor ein wichtiges Instrument für eine effiziente Verwaltung. Die im Omnibus-Paket vorgeschlagene Vereinfachung der ESG-Berichterstattung ist zu begrüßen, birgt aber die Gefahr, dass das Instrument der Datenerhebung und -meldung verloren geht.
➡️ Bildung und Sensibilisierung sind unerlässlich, um die Auswirkungen des Klimawandels zu verstehen und sie in die Unternehmensstrategien zu integrieren.
➡️ Die Tschechische Republik verfügt über ein Potenzial in der grünen Branche, das jedoch aufgrund der langsamen Umsetzung und der langwierigen Genehmigungsverfahren nicht ausreichend genutzt wird.
Schließlich stellte die Sustainable Business Association das „Manifest der Nachhaltigkeitskompetenz in einem Unternehmen oder einer Organisation“ vor, das den Aufbau dieser Managementkompetenz in Unternehmen als Schlüsselinstrument für deren langfristige Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit unterstützen soll.